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Presse |
„Viva Colonia” aus hunderten Kehlen
NRZ Oberhausen, 18.02.2009

Viel Tanz und Musik gab's am Dienstag bei der Karnevalsparty der Lebenshilfe in der Luise-Albertz-Halle.
Den Rücken zum Publikum gewandt geht er in die Knie und wackelt mit den Hüften: Wirklich gekonnt sah es nicht aus, wie Prinz Ralf I. zusammen mit etlichen anderen uniformierten Herren zu tanzen versuchte, lustig war es allemal. Zur Freude seiner Untertanen war sich der Stadtprinz bei der Karnevalssitzung der Lebenshilfe am Dienstag für nichts zu schade. Unter dem Motto „Bei Fröhlichkeit und Narretei sind wir natürlich mit dabei” feierte er zusammen mit rund 1000 Jecken – mit und ohne geistige Behinderung – in der Luise-Albertz-Halle eine große Karnevalsparty. Auf dem Programm: viel Tanz und Musik.
Rockige Rhythmen, imaginäre Lassos
Zur Freude der Jecken hatten die Künstler vor allem Stimmungslieder mitgebracht, die alle mitsingen können. Bei der Band „De Froende” hallte „Viva Colonia” aus hunderten Kehlen, es wurden die „Hände zum Himmel” gestreckt und imaginäre Lassos geschwungen. Manch einem gefiel der Gesang so gut, dass er unbedingt den Sängern die Hand schütteln wollte. Da durfte natürlich auch der Song „Echte Fründe” nicht fehlen. Lange hielt es die Jecken auch bei einer Mischung aus rockigen Rhythmen, Gesang und Bühnenshow der „Männekrather”-Showband nicht auf ihren Plätzen in der Stadthalle. Und auch bei der Gruppe „Wind” sangen, tanzten und feierten sie kräftig mit.
„Agathe”, sagte Sitzungspräsident Axel Dehen, habe man nicht nur den Humor, sondern auch ein großes Herz für alle Menschen mit in die Wiege gelegt. Die Herzen des Publikums konnte die einzige Büttenrednerin des Abends allerdings nicht erobern. Erntete sie für ihre mühsamen Versuche, eine Trittleiter zu erklimmen, müdes Schmunzeln, blieben ihre Klagen über Politik und Finanzkrise fast unbelacht. . .
Begeisterung dann beim Einmarsch der „Siegburger Funken”: Der Traditionsverein war mit einem Musikzug, 35 tanzenden Offizieren und einer rund 40-köpfigen gemischten Garde nach Oberhausen angereist. Bei deren temporeichen Tänzen voller gewagter Sprünge und Hebefiguren – und auch beim farbenfrohen Gemeinschaftstanz aller Oberhausener Garden – hielt so manch ein Jeck gar die Luft an.
Recklinghäuser Zeitung, 03. Februar 2007

Westfalenpost,
29. Januar 2007


Unter Froenden
 Hat die Herzen der Plattdütschen erobert: Das Prinzenpaar der Generationen mit Jakob I. Kolkenbrock und Marion I. Hannibal. Foto: WAZ, Winfried Labus Beim Fastelowend der Plattdütschen hatte Festkomitee-Präsident Reinhard Müller ein Heimspiel.
Viele Eigengewächse und Kölner Klassiker bestimmten das Jubiläumsprogramm
KARNEVAL: DIE FÜNFTE JAHRESZEIT LÄUFT SICH HEISS Kurz nach Mitternacht hielt es den Präsidenten des Festkomitees Bottroper Karneval, Reinhard Müller, im liebevoll geschmückten Saal des Overbeckshofs nicht mehr auf seinem Platz. Fortan stand er - auf seinem Stuhl. Schon zwei Stunden zuvor hatten die Plattdütschen bei ihrem Fastelowend den "Pater Leppich des Bottroper Karnevals" mit Ovationen gefeiert und skandiert: "Es gibt nur einen Reinhard Müller". Der genoss sichtlich gerührt das Bad in der närrischen Menge - und auch, dass die den Plattdütschen von ihm empfohlenen "Froende" mit ihren Kölner Karnevalskassikern den Overbeckshof in ein Tollhaus verwandelten. Der Präsident der Plattdütschen, Michael Thiehofe, hatte Müller eingangs dafür gedankt, dass er den Brauchtumsverein gegen mancherlei Widerstände ins Bottroper Narrenleben eingebunden hat.
Ob Haus Lindemann oder Overbeckshof: Nirgendwo sonst sind die Jecken so hautnah an der närrischen Rampe, erleben sie mit, wie die Eigengewächse nach ihrem Bühnenauftritt plötzlich wieder am Nebentisch mit schunkeln. Das war auch beim Jubiläumsprogramm am Samstag unter dem Motto: "5 x 11 - ´ne lange Strecke - Marathon für Jecke" wieder der Fall.
Ein Marathon war´s vor allem für Michael Thiehofe: Er raste in mehreren Rollen über die Bühne, war Animateur, singender und tanzender Präsident und Fußballfan in Personalunion. "Komm, hol das Lasso raus" - das ließ er sich nicht zweimal sagen und teilte auch so manchen kommunalpolitischen Seitenhieb aus, wenn er etwa die "feinen Herrschaften von der Parkstraße"und ihren Hallenbad-Widerstand kritisierte.
Thiehofe dankte dem diesjährigen "Prinzenpaar der Generationen", Jakob I. Kolkenbrock und Marion I. Hannibal, für ihr harmonisches Mittun. Nicht nur mit seinen in stoischer Ruhe vorgetragenen Schuh-Witzen hat Jakob I. die Lacher auf seiner Seite. Der altgediente Karnevalist befand auch: "Ich glaube, Marion hat sich ganz gut gehalten."
Viel Beifall gab´s für den 73-jährigen Ehrenpräsidenten Bernhard Thiehofe, der einen halben Striptease auf die Bühne legte und gemeinsam mit Enkelin Lena die Gesundheitsreform auf die närrische Schippe nahm. Gut in Form auch Thomas Schulte-Zweckel, der als Bauer von den Erziehungsproblemen mit seiner pubertierenden Tochter berichtete. Die Plattdütschen Futtersäcke überzeugten als wohlbeleibte Gesangsgruppe das Publikum mit ihrer Losung: "Hauptsache, Sexappeal haben wir viel." Schön anzusehen auch die Keller Deernkes und die Funkengarde mit ihrem Showtanz. Eigengewächse waren Trumpf, nur die Froende und das Männerballett der KAB Bonifatius bildeten da eine Ausnahme. Letzteres sorgte mit seiner Cancan-Po-Parade für viel Heiterkeit.
Die Büttenrednerin Gisela Metzen hatte sich noch beklagt: "So feurig wie ein Vulkan, aber nur ein Ausbruch in zwei Jahren." Das lässt sich von den Plattdütschen nicht behaupten: 55 und kein bisschen leise...
28.01.2007, von Hans-Walter Scheffler
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Prinz Michael regiert Greven
Greven - Karnevalistisch pünktlich um 20.11 Uhr spielt am Samstag in der Rönnehalle die Brassband zur Proklamation auf. Die fünfte Jahreszeit nähert sich ihrem ersten Höhepunkt.
Unter den Klängen der närrischen Musiker ziehen Elferrat und Ex-Prinzen der KG Emspünte ein, mit ihnen Stadtprinz Kalle (Karl-Heinz Dierkes) mit Püntenmariechen Melanie (Heggelmann). Für diese beiden ist der Tag des Abschieds gekommen, ein neues Prinzenpaar steht in den Startlöchern. Bevor ihnen aber die Insignien der Macht genommen werden, erleben sie noch "De Froende".
Närrische Stimmung
Die siebenköpfige Truppe gibt Gas und macht mit Schlagzeug, Keyboard, Bass und vier Sängern ordentlich Stimmung unter den 1111 Narren. Schon beim dritten Lied " westfälischer Rekord " stehen alle im Saal und singen schunkelnd das Lied "Rot sind die Rosen".
Schnell ist klar: Die Grevener Narren sind zum ausgelassenen Feiern bereit.
Auch ein kurzfristiger Stromausfall kann die Stimmung nicht trüben " im Gegenteil. Nach einem mitreißenden Showtanz der Springmäuse zum Thema Fußball ist es soweit: Prinz Kalle muss Zepter und Prinzenkette abgeben und sich in die Garde der Ex-Prinzen einreihen. Dann zieht der Elferrat los, ein neues närrisches Oberhaupt zu finden. Die Zeit der Vakanz überbrückt die Brass-Band musikalisch.
Um 21.50 Uhr verkündet Sitzungspräsident Norbert Haumer: "Es ist ein neuer Prinz gefunden!" Schwer zu bremsen sei er, der neue Obernarr, verrät Haumer. Schon vor zwei Jahren habe er das Amt angestrebt. "Wir haben ihn erst mal in den Elferrat gesteckt, damit er sich die Hörner abstößt."
Die Hörner sind weg und nun ist er der Chef aller Narren: Prinz Michael I. (Lamboury) und Püntenmariechen Tine (Christine Reinker) gehen mit dem Motto "Prinz Michael und Pünte Tine ebenso, stimmen Grevens Narren froh. Es wird gefeiert, so soll"s sein, kein Narr bleibt Karneval allein" in die ausgelassene Session. Mit den Zeichen der Macht über ihr Volk ausgestattet, nehmen die beiden Platz auf der Bühne und genießen ein abwechslungsreiches Programm.
Grevener Originale
Mit dabei sind am Samstag auch wieder die Grevener Originale: Helga Eisenkopf, bekannt als Kiki, die Kirchenmaus, Jo Thiele und Peter Oechsner. Jeder auf seine besondere Art, nehmen sie lokale und überregionale Themen aufs Korn. Helga Eisenkopf spricht in Versen, Jo Thiele untermalt Gedanken mit Gesang und Gitarre, Peter Oechsner agiert gehabt pointenreich und auch gerne mal doppeldeutig. Das kommt an.
Ein weiter Höhepunkt ist die traditionelle Funkengarde aus Erkelenz. Sie tanzt zu irischer Musik, zeigt viele Hebefiguren und wirft das Tanzmariechen bis zu vier Meter hoch in die Luft. Schwindel erregend, schwungvoll, klasse.
Ebenfalls reicher Applaus wird den Ward Brothers aus Schottland zuteil, die musikalisch und parodistisch ihre Klasse beweisen. Die "Dans en Shorgroep 't Stroatje" (Foto) aus den Niederlanden macht in ihrer Interpretation von Starlight Express auf Rollschuhen und mit aufwändigen Kostümen die ganze Halle zu ihrer Bühne.
Das Gesangsduo "Der Eine und Der Andere" beschließen schließlich das vielstündige Programm.
Und beim großen Finale darf das traditionelle Lied "Oh, wie herrlich ist"s zu schunkeln" natürlich nicht fehlen. Klar, dass alle Gäste mitmachen.
Doch dann ist lange noch nicht Schluss: Nach dem offiziellen Programm wird in der Rönnehalle noch bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert.
Grevens Narren sind wieder in Höchstform. Greven, Helau. - Andreas Krumbeck
08. Januar 2006, Quelle :  |
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Donnerstag 27. Januar 2005, BOTTROP
"De Froende" brennen heißes Hit-Feuerwerk ab
Hoch her ging´s bei der gemeinsamen Karnevalssitzung von KG
13 und KG Grün-Weiße Funken, die am Dienstag mit prominenten
Gästen wie der Kölner Band "De Froende" im Saalbau gefeiert
wurde.
Pünktlich um 20.11 Uhr übernahmen Rainer Schellberg und
Herbert Grimme das Ruder des Narren-schiffs der KG 13 und
der KG Grün-Weiße Funken. Zielsicher stachen sie in ein
Stimmungsmeer aus guter Laune, getreu ihrem Motto: "Ist das
Jahr auch noch so jung, kommen wir beim Karneval in
Schwung!"
(...)
Dass das Beste immer zum Schluss kommt, bewiesen einmal mehr
"De Froende" aus Köln, die im großen Finale ein heißes
Hit-Feuerwerk für das Narrenvolk abbrannten.
Und auch die textsichere Narrenschar war nach fast vier
Stunden Karneval noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte.
"Viva Colonia" hallte es aus hunderten von Kehlen
minutenlang laut durch den Saal. Und keinen hielt es mehr
auf dem Sitz. "Zugabe! Zugabe!", forderte das Publikum. Die
Karnevals-Profis ließen sich nicht lange bitten und legten
fröhlich nach, bis sie von ihren schier unersättlichen Fans
gnädig entlassen wurden.
26.01.2005 Von Stefanie Kubetta |
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Unsere Froende:
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